| Veranstaltung: | BDKJ-Diözesanversammlung 2025 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | 8 Anträge |
| Status: | Beschluss |
| Beschluss durch: | Ausschuss #KLIMAL |
| Beschlossen am: | 17.05.2025 |
| Antragshistorie: | Version 2 |
Klimaneutral bis 2030
Beschlusstext
Der BDKJ Freiburg strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden und
beschließt entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung. Damit bekräftigen wir die
Zielsetzungen im Erzbistum Freiburg und im Bundes-BDKJ zur Klimaneutralität bis
2030. Als Christ*innen haben wir den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren und uns
für globale Gerechtigkeit einzusetzen. Diesem Anspruch werden wir mit diesem
Beschluss gerecht, indem wir unseren Beitrag zur Eindämmung der Klimakrise
verantwortlich anerkennen, und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
Zur Umsetzung dieses Beschlusses beauftragen wir die BDKJ-DL, in den kommenden
zwölf Monaten ein Klimaschutzkonzept zu entwickeln. Dabei sollen die Erfahrungen
aus der Umsetzung des Ziels „Klimaneutralität bis 2030“ in der Erzdiözese
Freiburg sowie im Bundes-BDKJ einbezogen werden.
Dieses Konzept soll konkrete Rahmenbedingungen für eine umfassende
(a) Bilanzierung unserer Treibhausgas-Emissionen auf der Ebene des Dachverbands
(BDKJ Freiburg) enthalten, sowie konkrete und ambitionierte
(b) Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Kompensation von THG-Emissionen in
allen Bereichen der Arbeit des BDKJ Freiburg aufzeigen.
Bei der Diözesanversammlung des BDKJ Freiburg im Jahr 2026 wird das
Klimaschutzkonzept und die erarbeiteten Zahlen aus der Bilanzierung, die
Vorschläge für die Bilanzierung sowie die empfohlenen Maßnahmen zur Abstimmung
vorgelegt.
Wir befähigen mit unserem Projekt „#KLIMAL – Jugendarbeit und Klimaschutz“
Haupt- und Ehrenamtliche auf allen Ebenen des BDKJ Freiburg im Bereich
Klimaneutralität sowie in der Umsetzung von Maßnahmen zum Erreichen des Ziels
und unterstützen alle Bemühungen zur Zielerreichung über die Säulen des Projekts
#BEFÄHIGEN, #BERATEN, #FÖRDERN und #VERBINDEN.
Wir fordern die Verantwortlichen auf allen Ebenen des BDKJ Freiburg auf, die
notwendige Priorität auf das Thema Klimaschutz zu legen und die
Konzepterstellung aktiv zu unterstützen.
Weiteres Handeln nach Erreichen der Klimaneutralität
Als BDKJ ist es unser Anspruch, die Welt besser zu hinterlassen, als wir sie
vorgefunden haben. Klimaneutralität ist daher ein wichtiger Meilenstein, aber
nicht das Ende unserer Verantwortung. Deshalb sehen wir es als langfristiges
Ziel, die Arbeit des BDKJ nicht nur klimaneutral, sondern klimapositiv zu
gestalten.
Wir rufen die Dekanats- und Mitgliedsverbände des BDKJ Freiburg dazu auf, sich
dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 anzuschließen und durch eigene
Beschlüsse, Konzepte und Maßnahmen Verantwortung zu übernehmen. Der BDKJ
Freiburg sichert ihnen dafür umfassende Unterstützung insbesondere in Form von
fachlicher Beratung zu.
Begründung
Als Mitglieder der katholischen Jugendverbände in der Erzdiözese Freiburg verstehen wir uns als Weltbürger*innen und setzen uns in unseren internationalen Partnerschaften sowie darüber hinaus für gerechte und zukunftsfähige Lebensverhältnisse für alle Menschen ein. Die Dringlichkeit der Klimakrise macht es notwendig, dass wir als BDKJ Freiburg unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und ambitionierte Ziele verfolgen.
Das Erzbistum Freiburg hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Auch der Bundes-BDKJ hat mit dem Beschluss "Klimagerechtigkeit jetzt!" die Klimaneutralität seiner Aktivitäten bis 2030 beschlossen und einen Klimaneutralitäts-Ausschuss eingerichtet, der einen Fahrplan zur Klimaneutralität erarbeitet. Als Teil des Bundes-BDKJ ist es unser Anliegen, diese Ziele auch auf diözesaner Ebene zu bekräftigen und unseren Beitrag dazu zu leisten.
Die Bilanzierung der Aktivitäten des BDKJ Freiburg in den nächsten 12 Monaten soll als Testphase dienen, um die wesentlichen Emissionsquellen zu identifizieren und eine fundierte Grundlage für zukünftige Maßnahmen zu schaffen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität, der auch vom Bundes-BDKJ und von der Erzdiözese Freiburg so gegangen wird.
In den kommenden zwölf Monaten sollen neben der Bilanzierung verschiedene Modelle zur Treibhausgas-Vermeidung, -Reduzierung und -Kompensation gesammelt und geprüft werden. Folgende Vorgaben sollen hierbei umgesetzt werden:
- Vermeidung vor Reduzierung, Reduzierung vor Kompensation, Kompensation als letzte Option
- Kompensation: Ausschließlich Methoden zur aktiven Entziehung von CO2 aus der Atmosphäre (z.B. über Pflanzenkohle-Projekte) werden geprüft. Kompensationsmaßnahmen im Globalen Süden (z.B. Klima-Kollekte o.ä.) werden ausgeschlossen, da der Fokus des BDKJ Freiburg auf Negativemissionstechnologien liegt.
Die Umsetzung dieser Schritte erfordert das Engagement aller Ebenen im BDKJ Freiburg und eine klare Priorisierung des Themas Klimaschutz in unserer Arbeit. Mit diesem Antrag schaffen wir die Grundlage, um ambitioniert und konsequent auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 hinzuarbeiten und unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung gerecht zu werden.
