| Veranstaltung: | BDKJ-Diözesanversammlung 2023 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 9 Anträge |
| Antragsteller*in: | Admin |
| Status: | Eingereicht |
| Angelegt: | 22.04.2023, 16:28 |
| Antragshistorie: | Version 1 |
A3NEU3: Vegetarische Ernährung auf BDKJ FR-Veranstaltungen
Antragstext
Wir verpflichten uns die Verpflegung auf allen Veranstaltungen des BDKJ Freiburg
vegan zu gestalten. Die vegane Ernährung erfolgt auf Grundlage der
fair.nah.logisch Kriterien. Dies schließt alle Mahlzeiten und Snacks sowie
Getränke mit ein. In Einzelfällen kann auf eine vegetarische Ernährung
zurückgegriffen werden. Diese Fälle werden dokumentiert, um die Möglichkeiten
der veganen Ernährung im Nachhinein evaluieren zu können.
Wir wollen darauf hinwirken, dies auch bei Veranstaltung in Kooperation mit
anderen Akteur*innen umzusetzen.
Begründung
In den vorliegenden Antrag fordern wir zunächst eine Umstellung auf vegetarische Verpflegung. Wie ihr der Begründung entnehmen könnt, ist eine vegane Ernährung eine noch effektivere Maßnahme für den Umwelt- und Klimaschutz. Hier gehen wir gerne in eine Diskussion mit euch. Wir empfehlen der Diözesanversammlung deshalb, einen entsprechenden Änderungsantrag zu stellen.
Als Land Deutschland verfehlen wir bisher konsequent unsere Klimaziele. Wir merken immer wieder: Was wir bis jetzt tun, reicht nicht. Wir müssen Initiative ergreifen, da es beim Klimaschutz nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben darf.
Wir als BDKJ Freiburg wollen unsere Jugendarbeit #KLIMAL gestalten, das heißt wir streben an, in allen Entscheidungen und Aktivitäten den Klimaschutz mitzudenken und die jeweils klimafreundlichste Alternative auszuwählen. Uns als BDKJ Freiburg ist es wichtig, bei unserem eigenen Verhalten anzusetzen und damit eine Vorbildfunktion einzunehmen.
Wir möchten einen aktiven Beitrag zu der Bewältigung der Klimakrise leisten.
Die Art, wie wir uns ernähren, hat einen großen Einfluss auf das Klima. Das globale Ernährungssystem ist derzeit für ca. ein Drittel der weltweiten Treibhausemissionen verantwortlich. Zudem ist der ökologische Fußabdruck unseres Ernährungssystems extrem groß; wir verbrauchen viel mehr Land, Wasser und Nährstoffe als nötig und nachhaltig ist und überschreiten damit die planetaren Grenzen.
65 Prozent der Treibhausgasemissionen, die in Deutschland durch unsere Ernährungsweise entstehen, gehen auf das Konto von tierischen Lebensmitteln, wobei hier der Fleischkonsum für die meisten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Durch eine Änderung unserer Ernährungsweise zu einer vegetarischen oder veganen Ernährungsform könnten wir eine große Menge an Treibhausgasemissionen einsparen und zudem auch unseren ökologischen Fußabdruck verringern.
Laut einer Studie der britischen Universität Oxford (1) im Auftrag des SPIEGEL reduziert eine vegane Ernährung den Treibhausgasausstoß eines durchschnittlichen Deutschen von 11 Tonnen auf 9 Tonnen. Dies entspricht einer Einsparung von etwa 8 Economy-Class Flügen von London nach Berlin. Außerdem verbrauchen Tierhaltung und der Anbau von Futtermitteln viel landwirtschaftliche Nutzfläche und tragen damit maßgeblich zur Rodung von Regenwäldern und der Versauerung von Böden bei. Laut den Forscher*innen ist der Verlust von ursprünglichen Naturflächen durch die Landwirtschaft die Hauptursache für das derzeitige Massensterben von Wildtieren. Die Studie kommt zu dem Ergebnis: Verzicht auf tierische Lebensmittel ist die „beste Einzelmaßnahme“, um die Umweltbelastung auf der Erde zu reduzieren (2).
Auch als Kirche sind wir verpflichtet, unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Dazu hat sich die Kirche zum Beispiel in der Enzyklika „Laudato si“ bekannt. Entsprechend dem Ziel des Bundes-BDKJ müssen auch wir bis 2030 klimaneutral werden – unser Antrag leistet einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels.
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